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Nationalpark

Die Nähe des Neusiedler Sees und damit des gleichnamigen Nationalparks ermöglicht es den Besuchern ein wunderschönes Stückchen Erde zu genießen. Die reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt des Neusiedler Sees mit seinen Sumpfgebieten und Lacken, die feuchten Naturwiesen auf großen Flächen bieten eine einzigartige Flora und Fauna. Hier am Übergang von sanftem Hügelland zur flachen Steppenlandschaft, einer Grenzlandschaft zwischen pannonischem und alpenländischem Raum, begegnen Sie einer Tier- und Pflanzenwelt, wie sonst nirgends. Zur Brutzeit im Frühjahr können Sie vielleicht eine von etwa 250 Vogelarten beim Brüten erleben. Die Bekanntesten sind wohl Storch, Reiher, Löffler, Haubentaucher oder Seemöwe, die Rohrdommel und verschiedene Enten- und Gänsearten. Aber auch die blumenreichen Wiesen, wie die Zitzmannsdorfer Wiese als Teil des Nationalparks erfreuen nicht nur Fotografen mit reizvollen Motiven.

Seit 1993 besteht der Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel, der erste grenzübergreifende Nationalpark Europas. Hier sind auch Fischotter, Hamster, Wiesel, Steppenmäuse, Frösche, Kröten, Molche, Lurche, Ringelnattern, Glattnattern und Spitzkopfottern heimisch. In den Waldgebieten leben vereinzelt noch Schrei-, Schell- und Zwergadler. Noch seltener sind Adlerbussard und Steinadler.

Während rund um Gols Weingärten eine sympathische Kulturlandschaft prägen, gibt es im nördlichen Burgenland auch für die Botaniker viel Erkundenswertes.

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Größere Mischwälder mit Eichen und Hainbuchen. Zerreiche und die Flaumeiche sind häufig vertreten, ebenso fallen Schwarzföhre auf, die es sonst nur im südlichere Teil gibt. Tatarischer Ahorn, Zwergmispel, aber auch Edelkastanie, Linde und Felsenbirne sind zu finden. Auf den warm-trockenen Sand- und Felsböden im nördlichen Landesteil ist die Waldsteppe ein auffälliges Erscheinungsbild. Wüstenhaft wird es in der Salzsteppe des Seewinkels (Illmitz, Apetlon, Podersdorf). Der von weißen Sodasalzkristallen bedeckte Boden, der Lacken, die im Sommer austrocknen, gibt der Landschaft einen wüstenähnlichen Charakter. In diesen Biosphären, wo besonders in den Sommermonaten mehr Wasser verdunstet, als durch Niederschläge aufgebracht wird, hat sich eine besondere Pflanzenwelt entwickelt: Einjähriges Kampferkraut, Kamm-Laichkraut, Pannonisches Ypergras, Salzkresse, Salzmelde, Schaf-Schwingel, Strandbinse, Strand-Wermut und noch andere sehr seltene Pflanzen.

Eine besondere Vogelart ist auch der Bienenfresser, der seine Bruthöhlen in Sandwände des "Ungarberges" baut. Mit seinem schillernden Gefieder ist er wohl einer der schönsten Vögel dieser Gegend. Von einer Beobachtungshütte aus direkt vor einer hohen Sandwand kann man diese seltene Tierart beobachten.

Informationen zum Nationalpark und zur Tier- und Pflanzenwelt der Region erhalten Sie im Internet: http://www.nationalpark-neusiedlersee-seewinkel.at/